17.05.2019

Feuchte Abdichtung des Balkons Schritt für Schritt

Balkonabdichtung

Die richtig ausgeführte Abdichtung des Balkons ist einer der wichtigsten Bestandteile des richtig hergestellten Balkons. Auch wenn Wasser unter den Fußboden eindringt, sorgt die richtig ausgeführte Abdichtung dafür, dass die unteren Balkonschichten nicht durchnässt werden. Auch die an den Balkon angrenzenden Räume werden nicht durchfeuchtet, was bedeutet: keine unnötige Renovierung des Balkons oder sogar der Wohnung.

 

Der populärste und häufigste Balkonfußboden ist der aus Keramikfliesen, verlegt auf Klebemörtel mit wasserdichter Isolierung aus Abdichtungsmörtel. 

In der Praxis heißt das: im Gegensatz zu der früher angewendeten Abdichtung aus Bitumenpappe, kann man bei dieser Methode direkt auf der Isolierschicht die Keramikfliesen auf Klebemörtel verlegen. Wenn Sie diese Technologie anwenden, beschleunigen Sie die Arbeiten, denn Sie brauchen keinen Estrich auf Trennpappe aus Zementmörtel zu verlegen. Wenn Sie die Technik mit Abdichtungsmörtel anwenden, heißt es keine, oder nur minimale technisch bedingte Pausen.

Um eine feuchte Sperre aus Abdichtungsmörtel richtig herzustellen, müssen Sie ein paar wichtige Punkte beachten:

Erstens, der richtige Zementuntergrund. Der soll starr sein, mit einer lückenlosen Oberfläche ohne Risse oder Verschmutzungen, so, dass die garantierte Bodenhaftung des verlegten Abdichtungsmörtels nicht weniger als 0,5 MPa (Megapascal ) beträgt. 

Praktisch jeder Untergrund soll einen Ausdehnungs -, Spannungsausgleich haben. Es ist ein wichtiger Aspekt in Anbetracht der thermischen Einwirkungen sowie den Einflüssen der Konstruktion.

Es gibt keine eindeutigen Richtlinien wenn es um Ausbildung der Dehnungsflächen geht.

Entscheidend ist die Erfahrung und das Fachwissen der Person, die für die Renovierung zuständig ist.     

Von großer Bedeutung dabei ist die Oberfläche des Balkons sowie seine Gestalt. Allgemein kann man sagen, dass Spannungsausgleichsfelder, nicht größer als 4 qm sein sollten.    

Die Dehnungsfugen werden folgendermaßen ausgeführt: der Estrichbeton wird auf ein Drittel eingekerbt, in folgenden wird auf der Oberseite der Dehnungsfugen das Dichtungsband verlegt. Das Dichtungsband soll mit einer Dehnungsreserve oberhalb der Fuge verlegt werden.

Als nächstes heißt es, das Traufenprofil zu befestigen. Das Traufenprofil soll starr genug sein, so, dass man es auf dem Abdichtungsmörtel gerade ansetzen kann. Nur so haben Sie eine Garantie, dass das Regenwasser vom Balkonfußboden richtig abgeleitet wird.

Genauso wichtig ist es, dass die Traufenprofile mit einer sicheren Antikorrosionsschicht beschichtet sind, am besten solche mit einem zertifizierten Siegel. 

Ganz wichtig ist es auch, dass entlang aller Verbindungsstellen des Zementestrichs mit den Wänden des Gebäudes ein Dichtungsband auf Abdichtungsmörtel verlegt wird.  

Entlang der Schwelle der Balkontür ist es empfehlenswert, ein Dichtungsband mit einem Butylstreifen anzuwenden. Dieser Streifen kann nützlich sein, um das Band an die Schwelle zu kleben. Den gegenüberliegenden Streifen kleben wir auf Abdichtungsmörtel.       

butylband

Wenn Sie Ihren Untergrund so vorbereiten, können Sie die erste Schicht des Abdichtungsmörtels verlegen. Je nach Herstelleranweisungen, wird die erste Schicht entweder mit einem Reibebrett aus Stahl verlegt oder mit einer Maurerbürste eingerieben.

Die zweite Schicht wird erst dann verlegt, wenn die Zeit, die vom Hersteller angegeben wird, abgelaufen ist. Diese Schicht muss so verlegt werden, dass die ganze Isolierung aus Abdichtungsmörtel nicht weniger als 2,5 mm beträgt. Nach Abbindezeit des Abdichtungsmörtels kann man anschließend die Fliesen auf Klebemörtel verlegen.

platte