27.03.2019

Die Terrasse ist ein Teil des Gebäudes, das am schwierigsten zu entwerfen und herzustellen ist.

Sie bildet nämlich eine horizontale Trennwand zwischen der Innen- und Außenzone des Gebäudes.

Die Terrasse muss viele Funktionen erfüllen und gleichzeitig gegen verschiedene klimatische Faktoren widerstandsfähig sein. 

Vor Allem ist jedoch die Terrasse eine Zone für Bewohner, in der man richtig chillen und die Natur genießen kann. 

terrasse-bild

Als horizontale „Trennwand“ muss die Terrasse einige Aspekte erfüllen: sie muss Dichtigkeit, thermische Isolierung sowie Beständigkeit des Fußbodens gewährleisten. Die Praxis zeigt uns allerdings, dass es nicht einfach ist, all diese Funktionen gleichzeitig zu erfüllen.

Terrassenschäden sind zum Alltag geworden, unabhängig davon, ob das Gebäude ein Alt- oder Neubau ist. Besonders schwierig ist es, große Terrassen anzufertigen, wo sich die destruktiven Einwirkungen vervielfachen.  

Für welche Technologie sollte man sich entscheiden, damit die Terrasse beständig bleibt und damit man sie jahrelang ohne Renovierungsbedarf benutzen kann?

Um diese Frage richtig beantworten zu können, müssen wir zunächst überlegen – welche Probleme führen eigentlich zu Terrassenschäden: Terrassen sind schwankenden Temperaturen ausgesetzt. Die Temperaturunterschiede zwischen den Innen- und Außenzonen des Gebäudes betragen, abhängig von der Jahreszeit bis zu 50ºC. Das verursacht die Entstehung sehr großer thermischer Spannungen, wodurch der Fußboden an vielen Stellen platzt. Das Regenwasser, das unter den Fußboden hineindringt, führt zur Durchfeuchtung der Fußbodenschichten.      

Es gibt viele weitere Ursachen, warum es zu Beschädigungen von Terrassen kommt. Man sollte auch nicht vergessen, dass die Fußbodenschichten auf gar keinen Fall starr verbunden werden dürfen. Man soll sich für so eine Technologie entscheiden, wo weder die Einwirkung der Feuchtigkeit noch die Temperaturschwankungen die angewendete Lösung beeinflussen könnten.

So eine Technologie ist die Terrasse mit angehobenem, belüftetem Fußboden. Es ist eine sehr einfache Technologie, bei der man die Fußbodenplatten ( aus Keramik, Stein oder Beton) auf Unterlagen aus Kunststoff legt. Bevor wir auf die Oberfläche die Fliesen legen, legen wir erstmals auf starrem Untergrund eine wasserdichte Isolierung aus Materialien wie zum Beispiel Bitumenpappe, Membrane PVC oder EPDM. Es ist auch zulässig, die Isolierung aus Dichtungsmasse oder KMB-Masse herzustellen, dabei ist allerding die Zustimmung des Herstellers notwendig.

Die Fußbodenplatten müssen so verlegt werden, dass zwischen ihnen Fugen mit der Breite von 1,5 bis 2 mm entstehen. Das Regenwasser fließt unter die Fliesen auf die Isolierungsschicht, und danach, dank des richtig ausgeführten Gefälles weiter zum Traufenprofil und damit außerhalb der Terrasse oder des Balkons. 

Sehr wichtig ist dabei, dass das Traufenprofil richtig ausgeformt ist, damit das Regenwasser nach außerhalb der Terrasse abgeleitet werden kann und zugleich die Stabilisierung der Fußbodenfliesen im Traufenbereich gewährleistet ist.   

Terrasse bild 2

Wenn die Terrasse auf diese Art und Weise hergestellt ist, muss man sie noch angemessen warten, das bedeutet: den Raum unter dem Fußboden regelmäßig reinigen, damit Verschmutzungen vermieden werden und das Regenwasser abgeleitet werden kann.